Beef Jerky


Sollte irgendjemand unter einem Stein wohnen und nicht wissen was Beef Jerky ist: Beef Jerky ist ein Snack aus gewürztem und getrocknetem Rindfleisch, welches vor allem in Amerika sehr beliebt ist. Außerdem ist es voll mit Zusatzstoffen und obendrein schweineteuer. 75g kosten gerne mal 3,99€. Nein da fehlt keine Null beim Gewicht. Meine erste Begegnung mit Beef Jerky vor ein paar Monaten war eher durchwachsen. Ich kann nicht mehr genau sagen welche Geschmacksrichtung das war (irgendwas neumodisches), aber es schmeckte unfassbar künstlich und viel zu süß. Damit war das Thema Beef Jerky für mich erstmal durch.
Vor einer Woche habe ich mich dann aber doch noch mal hinreißen lassen, Sorte: Peppered. Das klang schonmal deutlich weniger abenteuerlich und schmeckte auch tatsächlich nicht schlecht. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigte dann allerdings, das es doch immer noch reichlich Zusatzstoffe enthält. Oh ja und teuer wars auch, erwähnte ich das schon?
Also selber machen. Als Basis diente das Rezept für Mikrowellen Beef Jerky aus MCaH, leicht angepasst. Da mir das gehampel mit der Mikrowelle zu aufwendig erschein und ich mir eh gerade erst nen Dehydrator zugelegt hatte, hab ich das Fleisch klassisch getrocknet. Mariniert wurde in nem ZipLoc-Beutel über nacht.
Das fertige Beef Jerky habe ich portionsweise in Beutel einvakuumiert und mit einem selbst "designtem" Label beklebt (weil ich kann). Laut der allgemeinen Meinung im Internetz, hält sich das so im Kühlschrank bis zu einem Monat; ich sehe da allerdings wenig Chancen, das ich das überprüfen kann, das Ergebnis war nämlich ziemlich lecker. Immernoch etwas zu süß für meinen Geschmack und noch nicht genug Pfeffer, aber als Basisrezept nicht schlecht. Als Fleisch habe ich hier Keule genommen, weil es grad im Angebot war, jedes andere magere Fleisch geht aber auch. Je zarter das Ausgangsstück ist umso zarter wird natürlich auch das Jerky.

Zutaten für ca 350g (Änderungen in Klammern)


  • 750g Rinderkeule ohne Fett und Sehnen (knapp 1kg gekauft)
  • 60g Sojasauce
  • 30g Fischsoße
  • 40g Zucker
  • 15g Ahornsirup (weggelassen)
  • 4g Worcestershire Soße
  • 0,2g schwarzer Pfeffer (2g)
  • 0,2g Cayennepfeffer (weggelassen)


Gadgets


  • Dehydrator
  • Aufschnittmaschine (optional)

Zubereitung


  1. Das Fleisch gegen die Faser in 3-6 mm dünne Streifen schneiden. Ich habs mit der Hand gemacht, alternativ anfrieren und auf der Aufschnittmaschine schneiden.
  2. Zutaten für die Marinade verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und zusammen mit dem Fleisch in einen Ziploc-Beutel geben.
  3. Soviel Luft wie möglich aus dem Beutel drücken, schließen und gut durchkneten.
  4. Über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen. Dabei zwischendurch immer mal durchkneten, damit das Fleisch gleichmäßig mariniert.
  5. Das Fleisch in einem Sieb abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
  6. Im Dehydrator bei 60-70°C ca. 8 Stunden trocknen. 
  7. Das Jerky ist fertig, wenn es beim Biegen reißt, aber noch nicht bricht.
  8. Wer sich beherrschen kann wartet vor dem essen noch 24h, damit sich die Restfeuchtigkeit gleichmäßig verteilen kann, wer so ungeduldig ist wie ich, kaut halt was mehr.


Kommentare