Shirataki! Gesundheit, oder so.


Bei Shirataki-Nudeln handelt es sich um eine traditionelle Nudelsorte aus Japan. Diese recht unscheinbare, geschmacksneutrale Nudel mit etwas ungewöhnlichem Biss, hätte es wohl niemals in deutsche Supermärkte geschafft, wäre da nicht die Tatsache, dass Shirataki praktisch keine Kalorien haben. Je nach Hersteller ca. 5-10 kcal auf 100g, um genau zu sein (wer weiß wie viel das in Erbsen ist, möge bitte Kommentieren). Das macht sie natürlich perfekt für die neue Low-Carb, Gluten-Free, usw. Welle, die grad mal wieder durch die Gegend schwappt.
Normalerweise würde mir das natürlich völlig an meinem über proportioniertem Hinterteil vorbeigehen, wäre da nicht ein Artikel auf SeriousEats gewesen. (Und natürlich die Sache mit der über Proportion) .
Also angespornt von Kenji's Empfehlung habe ich mir ein paar Packungen von dem Zeug zum experimentieren besorgt. Am günstigen geht das im Asia-Markt des Vertrauens, alternativ im Netz. Den Supermarkt würde ich aus Kostengründen vermeiden, aber wenn's sein muss findet man die Dinger da bei den ganzen anderen Gluten-, Kalorien- und Geschmacks-freien Sachen.

Nun aber zum ersten Test.
Für den Fall, dass das ganze ungenießbar wird wollte ich den Aufwand sehr gering halten, also gab's eine einfache Curry-Suppe.
Und wie schmeckt das ganze jetzt? Gar nicht mal schlecht. Die Nudeln selbst schmecken zwar nach nichts, nehmen aber den Geschmack der Brühe gut auf. Der Biss ist wie bereits erwähnt etwas ungewöhnlich, erinnert am ehesten noch an Glasnudeln. Nur in dieser Variante natürlich viel dicker.


Das Rezept möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, auch wenn es etwas improvisiert war. Ihr müsst ein bisschen aufpassen, dass ihr die Hühnerbrust nicht übergart. Also am besten dabei bleiben und zwischen durch mal die Kerntemperatur messen.
 Welche Currypaste und was für Brühe ihr nehmt ist eurem Geschmack, bzw. eurem Kühlschrank überlassen.

Zutaten für 1-2 Personen 

  • 1 EL Currypaste, grün
  • 1 EL Öl
  • 1 l Brühe, was da ist
  • 1-2 EL Fischsoße
  • 1-2 TL Zucker
  • 1-2 EL Limettensaft
  • ca. 400g Hühnerbrust
  • 1 Pkg. Shirataki-Nudeln
  • Grünzeug zum Garnieren (Limettenblätter, Frühlingszwiebeln oder Koriander, optional)

Gadgets

  • Hände 
  • Einstechthermometer

Zubereitung

  1. Die Nudeln aus der Packung nehmen und mit reichlich Wasser abspülen, der etwas komische Geruch verfliegt vollständig. Abtropfen lassen.
  2. In einem Top das öl bei mittlerer Hitze erhitzen und die Currypaste darin anbraten bis es tüchtig duftet.
  3. Brühe angießen und mit Fischsoße, Limettensaft und zucker abschmecken, auf kochen lassen.
  4. Hühnerbrust einlegen und Hitze so weit zurück drehen, dass es nur noch leicht simmert.
  5. Die Hühnerbrust ca. 10 Minuten pochieren, wer ein Einstechthermometer hat, nimmt sie bei 68°C raus.
  6. Hühnerbrust etwas abkühlen lassen und mit den Händen oder zwei Gabeln zerflücken.
  7. Die Nudeln in der heißen Brühe 2 Minuten ziehen lassen.
  8. Hühnerbrust auf Teller verteilen und Brühe mit den Nudeln angießen.
  9. Evtl. noch etwas Grünzeug als Garnitur.
  10. Fertig




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